Wissenschaft

Chinesen in der Römerzeit in London und römische Münzen in Japan gefunden

Fefe hat zwei aktuelle Meldungen zu Asien beziehungsweise Asiaten und den Römern, die Historiker, Archäologen und andere Wissenschaftler in Begeisterung versetzen. In den beiden neuen Entdeckungen geht es um den Zeitraum 200 bis 400 nach Christus, um 1600 bis 1800 Jahre alte Artefakte:

In London wurden Knochen römischer Soldaten ostasiatischer Herkunft, die möglicherweise aus China stammten, gefunden, wie die britische BCC berichtet.

Bei einer Grabung in einer japanischen Burg wurden römische Münzen gefunden, die mindestens 1600 Jahre alt sind, wie CNN berichtet.

Römer aus China: Auf einem Londoner Friedhof wurden Skelette von römischen Soldaten gefunden, welche einer Analyse der Knochen zufolge aus Asien stammten und möglicherweise ethnische Chinesen waren. Die Gebeine stammen etwa aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert nach Christus. Dr. Rebecca Redfern vom Museum of London erklärte gegenüber BBC, es handele sich um den ersten Fund von Asiaten (gemeint sind wohl Ostasiaten) im Römischen Reich. Chinesen als römische Soldaten – eine wissenschaftliche Sensation.

Römische Münzen in Japan: In den Ruinen einer Burg auf Okinawa wurden Münzen aus der Römerzeit gefunden, die mindestens aus dem dritten oder vierten Jahrhundert stammen oder möglicherweise noch älter sind. Außerdem entdeckten die Archäologen in den Überresten der Burg Kasturen – ein UNSECO Weltkulturerbe – auch noch Münzen aus der Zeit des Osmanischen Reichs. Die Forscher sehen keine direkte Verbindung zwischen der japanischen Burg und dem römischen Reich, spekulieren aber, dass die Münzen durch Handel über verschiedene Stationen letztlich in Japan landeten.