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Zwei deutsche Journalisten wurden aus der Ukraine deportiert

Während in der Türkei Journalisten verurteilt und attackiert wurden, die Erdogans Waffenlieferungen an syrische Islamisten aufdeckten (Mehr dazu auch im Artikel: „Türkei liefert Waffen an ISIS„) und die deutschen Journalisten sich gegenseitig für die „Panama Papers“ die Eier schaukeln oder schlecht gemachte Syrien-Propaganda verbreiten, wurden in der Ukraine Journalisten deportiert, die über das immer noch unaufgeklärte Massaker von Odessa an Oppositionellen mit seinen dutzenden von Toten beziehungsweise dessen zweijährigen Jahrestag berichten wollten. Telepolis schreibt dazu:

„Dieses Jahr war die Trauerkundgebung vor dem Gewerkschaftshaus auffallend gut besucht. Mindestens 2.000 Menschen legten am Rand des Kulikow-Platzes, in Sichtweite des am 2. Mai 2014 ausgebrannten Gewerkschaftshauses, Blumen nieder, in Gedenken an die 42 Menschen, die damals aus Angst vor einem rechtsradikalen Mob in das Gewerkschaftshaus flüchteten, wo sie nach Angriffen der Rechten mit Molotow-Cocktails und Knüppeln an einer Rauchvergiftung starben, verbrannten, bei einem Sprung aus dem brennenden Gebäudes umkamen oder totgeprügelt wurden. […] Die ukrainische Regierung hatte für den zweiten Jahrestag des Brandes zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Drei Journalisten aus der EU, die über die Trauerkundgebung am 2. Mai aus Odessa berichten wollten, wurde von Grenzschützern abgewiesen. Drei Fälle sind bisher bekannt.“.

Mehr hier bei Telepolis: „Tragödie vom 2. Mai 2014 in Odessa weiter unaufgeklärt„.

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2 Kommentare

  1. Und das ist eine (Putsch-)Regierung und ein ebensolcher Präsident, die von unseren höchsten Politikern unterstützt werden (Gauck, Merkel, Steinmeier, Schäuble, Gabriel, Özdemir, Beck und wie sie alle heissen!).
    Journalisten, die die Wahrheit über den Putsch in der Ukraine oder über das Massaker von Odessa aufdecken wollen sind hier im „Westen“ nicht sonderlich beliebt! Deshalb werden solche Ausweisungen hier von den Medien oder auch von RoG nicht sonderlich beachtet, geschweige denn, dass man die betroffenen Journalisten unterstützt! Mit RT-Reportern in der Ukraine wird regelmässig so umgegangen – keine Beschwerden von RoG!
    Unsere Medienwelt ist eben nicht objektiv (entgegen aller Behauptungen), sondern sie soll uns vorspielen was sie und der Staat uns hören lassen wollen. Deshalb werden sogar Angaben von Whistleblowern verdreht – wie man an den „Panama-Papieren“ kürzlich erkennen konnte! Da wurde mal eben schnell Putin zum Täter gemacht obwohl er in den Akten gar nicht vorkam – dafür wurden die Namen vieler im „Westen“ bedeutender Menschen verheimlicht.

  2. Vielleicht könnte man die Seite hier in „Schwarz/Weiss-Bote“ umbenennen, das würde zu den undifferenzierten Kommentaren besser passewn

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