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Der SPIEGEL blamiert sich bis auf die Knochen

Spiegel Online wirbt dramatisch für die aktuelle Print-Ausgabe des Spiegel und behauptet: „Rechtspopulisten: AfD-Jugend und Putin-Jugend verbünden sich„. Das mag sein oder auch nicht (Vielleicht ist es auch nur die mittlerweile fast schon übliche Freitagsstory zur Ankurbelung des Printverkaufs). Tatsächlich wirft der Artikel ein Schlaglicht auf die Berichterstattung des Spiegel zu Osteuropa, zu Ukraine und Russland. Denn während sich der Spiegel einerseits hier mit allen Mitteln bemüht, die russische Führung mit der rechtslastigen deutschen Partei AfD zu verketten und damit irgendwie als rechtsextrem zu diskreditieren, ignoriert der Spiegel anderseits komplett, dass mit Andrij Parubij dieser Tage ein Neonazi und Mitbegründer der ukrainischen Nazipartei „Sozial-Nationalistische Partei“ zum neuen Parlamentspräsidenten der Ukraine – immerhin das dritthöchste Amt im Staate – gemacht wurde. Kein Bericht im Spiegel darüber … Besser als mit diesen beiden Beispielen kann man die aktuelle Propaganda des Spiegel kaum illustrieren.

Vor zwei jahren berichtete die englischsprachige Ausgabe des Spiegel über diese ukrainische „Sozial-Nationalistische Partei“ und ihre Nachfolgeorganisationen unter anderem Folgendes: „Indeed, anti-Semitism is part of the extremist party’s platform; until 2004, they called themselves the Social-National Party of Ukraine in an intentional reference to Adolf Hitler’s National Socialist party. Just last summer, a prominent leader of party youth was distributing texts from Nazi propaganda head Joseph Goebbels translated into Ukrainian.“. Judenhass, Hitler, Goebbels. Alles dabei.

Parubij war auch federführend an den Kämpfen auf dem Maidan beteiligt, kommandierte dort die rechtsextremen Kämpfer, darunter auch die Heckenschützen, und wurde beispielsweise von der Bild „Kommandeur des Maidan“ genannt. Er hat beste Kontakte zu rechtsextremen Kämpfern wie beispielsweise dem Asow-Bataillon. Parubij ist vor Monaten in die Partei des nun ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk übergetreten (wie viele andere Rechtsextremisten auch) und nun ist dieser Nazi also der neue Parlamentspräsident der Ukraine.

Dem Spiegel ist es keine Meldung wert, dass ein Nazi Parlamentspräsident der Ukraine wurde. Das könnte ja auch die eigene Propaganda stören. Lieber versucht man nahezu gleichzeitig, irgendwie auf Teufel komm raus die russische Führung über drei Ecken als Pate des deutschen Rechtsextremismus darzustellen. Der Spiegel blamiert sich damit journalistisch bis auf die Knochen und hat sich den Titel „ehemaliges Nachrichtenmagazin“ redlich verdient. Ist das Journalismus oder kann das weg?

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