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Tagesschau fälscht syrische Giftgasdepots

Die deutsche Hauptnachrichtensendung Tagesschau verbreitet nachweisbar die Lüge, der Raketenangriff der USA und anderer Länder gegen Syrien auf Basis der Duma-Giftgas-False-Flag habe syrische Chemiewaffendepots getroffen. Dabei belegen Bilder der zerstörten Gebäude und sich direkt daneben befindlicher Journalisten sowie weiterer Personen, dass es sich niemals um Chemiewaffenlagerstätten gehandelt haben kann, denn nichts wurde verseucht und die Menschen im Bild und im Umkreis erlitten keinerlei Schaden.

Man muss davon ausgehen, dass es bei einem Angriff auf eine Giftgasfabrik oder ein Chemiewaffenlager zu einer Verseuchung eines größeren Umkreises kommt. Selbst bei einem Angriff auf eine normale Chemiefabrik dürfte es in der Regel zu einer Kontamination der Umgebung um die Fabrik kommen, bei einem Angriff auf eine Anlage oder Lagerstätte von hochgiftigen Kampfstoffen ohnehin. Sollten die Angaben der US-Regierung und anderer westlicher Regierungen zutreffen, sollte sich niemand einfach so ohne Schutzkleidung im Bereich eines solchen getroffenen Zieles aufhalten können.

In einem Videobeitrag des US-Senders CBS vom Wochenende steht ein Journalist aus den USA vor der von den Raketen der Angreifer am Samstag komplett zerstörten Forschungseinrichtung, die den Behauptungen der US-Regierung zufolge angeblich ein Giftgasdepot gewesen sein soll. Die zerbombte wissenschaftliche Einrichtung wurde übrigens am 22. November 2017 von der OPCW inspiziert und man konnte keine illegalen Substanzen oder andere Verstöße feststellen, wie in einem OPCW-Report unter Punkt 11 festgehalten wird.

Man muss sich bezüglich der Behauptungen der westlichen Regierungen fragen: Wie können der CBS-Journalist und die anderen Personen im Bild dort direkt vor einer zerstörten Chemiewaffenanlage oder Giftlagerstätte stehen, so ganz ohne Schutzanzüge, Mundschutz, Gasmasken und so ganz ohne irgendwelche Symptome einer Vergiftung? Hätte es sich tatsächlich um eine Forschungs-, Produktions- und Lagerstätte für Giftgas, Biowaffen und Co gehandelt, wäre das lebensgefährlich.

In der ARD-Tagesschau dagegen – beispielsweise vom 16.4.2018 um 15 Uhr – heißt es trotz dieses Videos und ähnlicher Bilder von der zerbombten angeblichen Chemiewaffenanlage: „Die EU fordert einen neuen Anlauf für Friedensverhandlungen, bei allem Verständnis für den Raketenangriff vom Samstag am dem auch die EU-Mitglieder Frankreich und Großbritannien beteiligt waren. ‚Der Angriff von Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten gegen Assads Chemiewaffendepots, der war zielgerichtet und angemessen. Dieses Vorgehen war absolut richtig'“.

Das „Chemiewaffendepot“ der ARD ist erkennbar eine glatte Lüge, wissenschaftlich völlig lächerlich. Auffallen sollte das jedem, nur wird man eben nicht in der Tagesschau darauf hingewiesen, sondern bekommt im Gegenteil von dieser deutschen Hauptnachrichtensendung mit Hilfe von Boris Johnson syrische Chemiewaffendepots vorgegaukelt. Und auf die auch hier wieder plakative Begeisterung der deutschen Medien für Angriffskriege gegen fremde Länder – ermöglicht von der eigenen Propagandatruppe Weißhelme – möchte man mit einem Zitat aus der Urteilsbegründung der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse antworten:

„Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist das größte internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich alle Schrecken vereinigt und anhäuft.“

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2 Kommentare

  1. Laut RT hatte die OPCW sogar ein eigenes Büro in dem Gebäudekomplex.

    Jeremy Corbyn brachte im englischen Parlament übrigens vor, dass die Gebäude zuletzt vor einem halben Jahr von der OPCW inspiziert wurden. Er hielt May vor, nicht dem englischen Parlament, sondern Trump zu folgen. Gegen Macron werden ähnliche Vorwürfe laut, während Linke und Rechte in den USA das Vorgehen kritisieren.

    May brachte als Argument übrigens (mal wieder) das Argument vor, die Beweise seien geheim und könnten nicht mal dem Parlament vorgelegt werden. Ich wüsste nicht, dass Geheimdienste im Westen völlig ohne parlamentarische Kontrolle wären. Es offenbart aber die Denke von May: eine Regierung, die tun und lassen kann, was sie will. Vor 15 oder 20 Jahren hätte so was noch einen Rücktritt ausgelöst. Es zeigt, wie verkommen die Denkweise über Demokratie in den Köpfen mancher Politiker ist. Gegen Russland wettern, weil angeblich nicht demokratisch, aber am liebsten selbst eine Diktatur aufbauen wollen.

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