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Petro Poroschenko: Angebliche russische Invasion in Ukraine war nur Propagandalüge

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Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat heute zugegeben, dass es den angblichen Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine, den er vor knapp einem Jahr verkündet hatte („hunderte russische Panzer“), nie gegeben hat. Bereits damals war schnell klar, dass es für eine Invasion dieser angeblich gewaltigen Armee Russlands keine Beweise gab. Wenige Wochen später bestätigte auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier vor der UNO-Vollversammlung, dass es keine Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen gegeben hat („Steinmeier vor UN: keine russischen Truppen in Ukraine„). Poroschenkos Propaganda vom August 2014 wurde von westlichen Medien, Politikern und Militärs sehr schnell adaptiert und bildete die Grundlage für Sanktionen gegen Russland und die These von der „russischen Aggression“ in der Ukraine. Letztendlich trug diese Falschbehauptung zu Etablierung eines neuen Kalten Krieges bei.

Die Tagesschau schreibt heute – 24.8.2015 – zu den aktuellen Aussagen Poroschenkos: „Poroschenko warnt vor Russland. Markige Worte auf dem Maidan. Weil im Osten der Ukraine der Konflikt weiter schwelt, befürchtet Präsident Poroschenko einen Einmarsch russischer Truppen. Er nutzte den Unabhängigkeitstag in Kiew für scharfe Töne in Richtung Moskau. Am Abend trifft er Kanzlerin Merkel in Berlin. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat zum Tag der Unabhängigkeit der Ex-Sowjetrepublik vor der Gefahr eines russischen Einmarsches gewarnt. Der Feind verfolge weiter die Idee eines direkten Angriffs auf die Ukraine, sagte Poroschenko in Kiew auf dem Unabhängigkeitsplatz – dem Maidan.“.

Ende August 2014 schrieb die Tagesschau zu der angeblichen „Putin-Invasion“ in der Ukraine: „Poroschenko erhebt neue Vorwürfe. ‚Tausende Soldaten, Hunderte Panzer‘. Im Südosten der Ukraine sollen russische Soldaten und prorussische Separatisten weiter vorrücken. Der Sicherheitsrat in Kiew teilte mit, Russland setze die ‚direkte militärische Aggression gegen die Ostukraine‘ fort. Im Dorf Nowoswitliwka im Kreis Krasnodon hätten Panzer der russischen Armee ‚praktisch jedes Haus‘ zerstört, behauptete ein Armeesprecher. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten befinden sich inzwischen ‚Tausende ausländische Truppen und Hunderte ausländische Panzer‘ in der Ukraine. Das bedeute ein sehr hohes Risiko, nicht nur für die Sicherheit der Ukraine, sondern ganz Europas, sagte Petro Poroschenko in Brüssel nach einem Treffen mit EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. [..] Reguläre russische Truppen sollen vor allem nahe Mariupol am Asowschen Meer gegen ukrainische Einheiten kämpfen.“.