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Freiheit für Julian!

Wo engagierte Journalisten als Verbrecher verfolgt werden, ist Widerstand Pflicht.

Die EU, der deutsche Außenminister und die Bundeskanzlerin interessieren sich zwar sehr für die Justizreform in Polen oder Menschenrechtsverletzungen in China, aber was in London vorgeht, dazu sagen sie kein Wort. Das entlarvt all die Sonntagsreden von den westlichen Werten und den Menschenrechten als das, was sie sind: leere, heuchlerische Sonntagsreden.

Und auch die Medien bekleckern sich alles andere als mit Ruhm. Dabei greift die Art, wie mit Assange umgegangen wird, immer mehr um sich. Wer für die Regierungen unbequeme, geheime Informationen veröffentlicht, der muss damit rechnen, als Geheimnisverräter oder Anstifter zum Diebstahl von Informationen schwer bestraft zu werden. Kritischer, unabhängiger Journalismus ist unter solchen Bedingungen kaum noch möglich.

Deshalb habe ich die Petition unterschrieben und rufe alle Leserinnen und Leser dieses Blogs dazu auf, das auch zu tun. Zu den Initiatoren gehören Günter Wallraff (Investigativjournalist), Sigmar Gabriel (Bundesaußenminister a.D.), Gerhard Baum (Bundesinnenminister a.D.) und Sevim Dagdelen (MdB).

Auf https://assange-helfen.de/ kann man unterschreiben.

Die Liste der Erstunterzeichner ist hier.

Ein Interview, in dem der Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, mit der juristischen und polizeilichen Hetzjagd auf Assange abrechnet, die alle rechtsstaatlichen Grundsätze mit Füßen getreten hat und noch tritt, findet sich hier.

Bitte zahlreich unterschreiben und den Aufruf an Freunde und Bekannte weiterleiten! Es geht uns alle an. Wir alle müssen bald in einer Gesellschaft leben, in der es keine freie Presse mehr gibt, wenn wir nicht aufbegehren.

Zum Artikel

Dieser Beitrag schien zuerst im Rubikon-Magazin. Zur Behandlung von Assange und den Aussagen der Bundesregierung gibt es auch einen Artikel von mir bei Rubikon.

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