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Breitscheidplatz-Augenzeuge im Interview

Bei Telepolis gibt es einem Artikel von Thomas Moser zum „Anis-Amri-Anschlag“ in Berlin beim Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz. Darin enthalten ist auch ein Interview mit dem Augenzeugen Andreas Schwartz, der selbst nur knapp dem Attentat mit dem LKW entkam. Die Aussagen Schwartz‘ unterstreichen, dass bei dem Attentat etwas nicht stimmt. Hier Zitate aus dem Interview:

Andreas Schwartz: Ich weiß nur noch, dass mich einer am Nacken gepackt hat, an der Jacke hochgezogen hat, weg von der Frau und gesagt worden ist: ‚Wir übernehmen.‘ Ich habe dann bloß noch gesagt: ‚Ihr braucht nicht mehr übernehmen, die Frau ist tot.‘ Sie wurde dann auch zugedeckt, das habe ich auch noch gesehen. Aber was dann passiert ist – keine Kenntnis mehr.

(…) Mein Psychologe sagt, das ist eine Teilamnesie, die in mir drin ist, da fehlt etwas. Ich sag mal so, ab dem Punkt, als ich da weggezogen worden bin, weiß ich nicht, wo ich hingebracht wurde. Mir wurde dann gesagt, es wurden Sammeltransporte gemacht und die Leute wurden mit Rettungswagen nach Hause gefahren.

Ich weiß nur, dass ich am nächsten Morgen mit blutverschmierten Klamotten, meine Straßenschuhe an, meine Jacke, meine Hose, alles blutverschmiert, in meinem Bett lag. Mein Wohnungsschlüssel steckte außen in der Tür.

Können Sie sich erinnern, ob schon Polizei auf dem Breitscheidplatz da war?

Andreas Schwartz: Man hat Blaulicht ohne Ende gesehen, das habe ich wahrgenommen.

Mich interessiert, ob zum Beispiel von Zeugen Personalien aufgenommen wurden und Zeugenaussagen festgehalten wurden.

Andreas Schwartz: An so etwas kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Ich bin drei Tage später selber zu einer Polizeistation und habe versucht, Hilfe zu bekommen, weil ich völlig neben mir stand.

Sie sind selber zur Polizei?

Andreas Schwartz: Ich bin selber zur Polizei und habe gesagt, ich bin Opfer vom Breitscheidplatz.

Und ja auch Augenzeuge. Wurde keine Aussage aufgenommen?

Andreas Schwartz: Nichts, gar nichts. ‚Sie sind registriert‘, hat er mir gesagt, sie würden sich bei mir melden.

Der LKW fuhr auf also Sie zu, und Sie hatten einen Bruchteil von Sekunden Zeit zu schauen. Vielleicht können Sie das einfach noch einmal beschreiben: Sie haben zwei Männer gesehen …

Andreas Schwartz: Genau. Also der LKW kam direkt auf mich zu. Zu diesem Zeitpunkt war die Frontscheibe noch intakt, das heißt, man konnte durchsehen. Ich sah den Fahrer, und ich sah einen stehenden Beifahrer, gebeugt über das Armaturenbrett (…)“

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