Gesellschaft Medien Politik Wissenschaft

Ukraine: Propaganda, Gewalt und ein OSZE-Skandal

In den letzten Tagen zum Ukraine-Konflikt in den Nachrichten: Skandal bei OSZE-Konferenz in Wien – Ukraine-Propaganda mit SS-Runen. Ukrainischer Präsident Petro Poroschenko bestätigt aus Eigeninteresse Maidan-Putsch. Oppositionelle in der Ukraine leben gefährlich. Katrin Eigendorf fälscht mal wieder Bildmaterial für das ZDF (und wird enttarnt). Die ZEIT will Kritiker, die den Medien Unwahrheiten unterstellen, mit Unwahrheiten – Golineh Atai am Drücker – ruhigstellen (und wird enttarnt). In Kiew sieht man durchaus mehr Vorteile als Nachteile durch den Krieg und so mancher Kommentator – beispielsweise ein Poroschenko-Berater – liebäugelt mit ethnischen Säuberungen in der Ostukraine.

Neopresse schreibt am 24.06.2015 („Exklusiv: Skandal bei OSZE Konferenz in Wien„): „[…] startete der zweite Tag mit einer ‚Pflichtveranstaltung‚ für alle. Das Thema hiess ‚Propaganda und Informationskrieg‚, wo unter anderem eine Präsentation über die ‚Auswirkung russischer Propaganda in EaP Länder‘ (Azerbaijan, Armenien, Georgien, Moldawien, Ukraine, Weissrussland) gezeigt wurde. Diese Präsentation wurde von Andriy Kulakov vorbereitet, dem Programmdirektor der ‚Internews Ukraine‘ (CEO sprach sogar beim US-Repräsentantenhaus vor). […] Insbesondere die Folie mit den Runenformen darf sicherlich in Frage gestellt werden, was aber weder von der OSZE noch von den Teilnehmern getan wurde. Im Gegenteil, als die russische Delegation ihren Vortrag über die Folteropfer durch ukrainische ‚Sicherheitsorgane‘ und Aufnahmen aus dem hart umkämpften Dorf Shirokino zeigten, stand ein weiterer Mitarbeiter von ‚Internews Ukraine‘ auf und stellte sich mit einer Kopie der Runenfolie auf die Seite des Rednerstisches um die Präsentation zu stören. Schon bevor der Vortrag angefangen hatte, stand eine grosse Kopie der gleichen Folie an der Seite des Tisches, die dann entfernt werden musste.“.

Telepolis schreibt am 21.06.2015 („Petro Poroschenko kämpft an allen Fronten„): „Poroschenko rüstet sich offenbar für mögliche politische Turbulenzen. Am Sonnabend erklärte er, die Aberkennung des Präsident-Status für Viktor Janukowitsch durch die Werchowna Rada im Februar 2014 sei nicht verfassungsgemäß gewesen. Offenbar fürchtet der amtierende Präsident, dass die Rada bei steigender Kritik an der Macht irgendwann auch ihn absetzen könnte. Die Opposition in der Ukraine ist weiter härtester Verfolgung ausgesetzt. Nach Aussagen des KPU-Chefs Pjotr Simonenko laufen gegen die Mitglieder seiner Partei über 400 Strafverfahren. Seit einem Jahr läuft außerdem ein Verbotsverfahren gegen die Kommunistische Partei der Ukraine. „.

Hinter der Fichte schreibt am 25.06.2015 („ZDF: Katrin Eigendorf hat manipuliert„): „Die ZDF-Reporterin in Moskau, Katrin Eigendorf, hat mit altem Bildmaterial ihren antirussischen Report über das NGO-Gesetz zweckdienlich ‚illlustriert‘. […] Inzwischen hat ‚Memorial‘ auf meine Anregung hin bestätigt, daß das Graffiti schon längt verschwunden war. Die von Eigendorf gezeigten Bilder waren also tatsächlich Archivmaterial eines Ereignisses im Vorjahr. Eigendorf hat es demzufolge zur Agitation hineingeschnitten. Der Zuschauer wurde darüber getäuscht.“.

Die Propagandaschau schreibt am 25.06.2015 („ZEIT: Mit Lügen gegen die Kritiker der ‚Lügenpresse‚“): „Hätten deutsche Journalisten zu Zeiten des Maidan die Spaltung des Landes, die Fehler der EU, die Appelle Russlands und den militanten Aspekt der Proteste objektiv und wahrheitsgemäß dargestellt, dann hätte deutsche, europäische und US-amerikanische Politik diesen Konflikt nicht in der Weise eskalieren können, wie er sich heute präsentiert. Diese vorsätzliche Täterin Atai, die allein durch die Manipulation der öffentlichen Meinung mehr Blut und Elend an den Fingern hat, als eine ganze Horde enthemmter IS-Terroristen, lügt im Artikel der ZEIT folgenden Unsinn in die Welt […] Gleich zwei erwiesene Lügen in einem Satz also – das schafft nicht jeder. Aber keine Sorge Golineh! Wir werden gegen diese Verunglimpfungen nicht juristisch vorgehen, weil deine Lügen uns ja nur bestätigen.“.

Die junge Welt schreibt am 22.06.2015 („Kiew setzt auf Krieg„): „Poroschenko-Berater sieht mehr Vor- als Nachteile durch bewaffneten Konflikt. Erneut Beschuss von Wohnvierteln im Donbass […] Nach Ansicht des strategischen Beraters von Präsident Petro Poroschenko, Wolodimir Gorbulin, birgt ein offener Krieg mit Russland für die Ukraine mehr Chancen als Risiken. Gorbulin schrieb in einem Beitrag für die als seriös geltende Kiewer Wochenzeitung Serkalo Nedeli, die Einhaltung des Minsker Abkommens liege im Interesse Russlands und der EU, aber nicht in dem der Ukraine. […] Als Alternative zu einem Krieg gegen Russland nannte Gorbulin entweder die völlige Abtrennung der ‚besetzten Gebiete‘ um Donezk und Lugansk oder die gegenwärtige Mischung aus Scharmützeln und Scheinverhandlungen. […] Der gegenwärtige Zustand biete dagegen die Chance, die Aufständischen allmählich zu zermürben und die Gebiete sturmreif zu machen. Das Szenario der kroatischen »Oluja«-Offensive gegen die Krajina im Jahre 1995, das zur Massenflucht der serbischen Bewohner führte, wird in Kiew immer wieder als nachahmenswertes Beispiel zitiert.“.

Spendenkonto für die Gerichtsverfahren gegen den Stern/Bertelsmann-Konzern

Ein Kommentar

  1. Das wirklich Schlimme ist leider, dass viele Menschen die Lügen in unseren Mainstreammedien einfach glauben! Es ist ein wahres Glück, dass wir in Zeiten des Internets leben und uns fast völlig frei informieren können. Ich befürchte aber auch, dass die MSM nicht nur die Kommentare abschaffen bzw. Zensieren – die werden nach neuen Methoden zur Desinformation suchen, zur Not auch mit direkter Hilfe der Politik:

    http://www.rtdeutsch.com/24028/gesellschaft/meinungsfreiheit-a-la-bruessel-eu-plant-kampf-gegen-russische-medienunternehmen-rt-und-sputniknews/

    Was bedeutet das man auch immer für ein wirklich freies Netz kämpfen muss!

Kommentare sind geschlossen.